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MOOREICHE |
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oben: rohe Kanteln Auffallend ist die starke Farbvarianz! |
Namen und Verbreitung:
Der Name 'Mooreiche' steht für quasi fossile, vor Jahrzehnten im Moor oder an anderem Ort versunkene Eichenstämme. Zufällig oder systematisch gesucht und gefunden, werden diese, "wiederentdeckten" Stämme gehoben und holzwirtschaftlich verwertet. Mooreiche ist botanisch identisch mit den bekannten Eichenarten, der Stieleiche (Quercus robur) und der Traubeneiche (Quercus petraea). Ohne Frage ist das Aufkommen dieser Fossilien äußerst begrenzt.
Holzbild:
Splint- und Kernholz aufgrund der Wasserlagerung braun bis schwarz. Ansonsten anatomische Merkmale wie bei den oben beschriebenen Arten: grobe Poren, in sogenannten Halbringen angeordnet. Auffällig breite Markstrahlen, die besonders auf Radialschnitten deutlich sichtbar werden. Dekoratives Holz mit prägnanter gestreiften bzw. gefladerten Zeichnung.Das Holz ist durch den Alterungsprozess verfärbt, nicht aber chemisch abgebaut.
Eigenschaften:
Mittelschweres Holz. Das spezifische Gewicht wird bei einer Holzfeuchte von 12% mit ca. 0,72 t/m3 angegeben. Das Schwindmaß von saftfrischem Holz auf u=12% wird mit 4,0% radial und 7,5% tangential angegeben. Die Formbeständigkeit von Eiche ist gut, ein traditionell für formbeständige Arbeiten einsetzbares Holz. Eiche ist mit allen Werkzeugen gut zu bearbeiten; es werden glatte Flächen erzeugt.
Das E-Modul liegt bei 13.000 N/mm2. Die Brinellhärte wird mit 34 angegeben.
Das Kernholz von Eiche ist in die Resistenzklasse 2 eingestuft, allerdings spielt die Dauerhaftigkeit keine Rolle, da das Holz eh nur im hochwertigen Innenausbau eingesetzt wird.
Verwendung:
Ausstattungsholz, Mehrschichtparkett, Drechslerware, Furniere
Referenz:
Informationsdienst Holz (1998) Einheimische Nutzhölzer und ihre Verwendung
WAGENFüHR (1996) Holzatlas
Hinweis: nach neuesten Erkenntnissen, jedoch unter Ausschluß jeglicher Haftung
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