Douglasie

DOUGLASIE
 
Europa

Namen und Verbreitung:
Die Douglasie (Pseudotsuga menziesii) ist heute weit verbreitet im Nordwesten der USA und Canadas und ist dort eine der bedeutendsten Wirtschaftsbaumarten. Vor der Eiszeit war sie auch in Mitteleuropa verbreitet. Seit Ende des letzten Jahrhunderts wird die Douglasie in Europa angebaut und erzielt auf guten Standorten bessere Erträge als der Brotbaum der Forstwirtschaft, die Fichte. Gute Verfügbarkeit in Deutschland.

Holzbild:
Splint schmal, fast weißlich, Kernholz rötlich braun, nachdunkelnd. Spätholz dunkler, beidseitig zum Frühholz scharf abgesetzt, Flader bzw. Streifer sind kontrastreicher als Lärche. Harzkanäle vorhanden, doch insgesamt harzärmer als europäische Lärche.Dekorativ.

Eigenschaften:
Das spezifische Gewicht wird bei einer Holzfeuchte von 12% mit durchschnittlich 0,59 t/m3 angegeben. Mäßig schwindend, das tangentiale Schwindmaß beträgt 7,3%, das radiale 4,4%. Die Trocknung sollte langsam erfolgen, wenn Harzaustritt vermieden werden sollen. Nur geringe Neigung zum Reißen und Verdrehen. Douglasienholz ist frisch bearbeitet stark aromatisch, gut bearbeitbar mit allen Werkzeugen. Gut beiz- und lackierbar.
Brinellhärte: 20 (also vergleichbar Kiefer und Lärche), E-Modul: 12.000 - 12.500 N/mm2.
Kernholz eingeschränkt witterungsbeständig (Dauerhaftigkeitsklasse 3).

Verwendung:
allgemeines Konstruktionsholz für Innen und Außen, lamelliert als Fensterholz, Bodendielen, Bühnenböden, Außenverkleidungen, Garten- und Landschaftsbau, Furniere.

Ersetzt: Lärche, Kiefer Kernholz

Referenz:
GOTTWALD (1970) Holzbestimmung der wichtigsten Handelshölzer
WAGENFÜHR (1996) Holzatlas
Arbeitsgemeinschaft Holz (1998): Einheimische Nutzhölzer und ihre Verwendung

Hinweis: nach neuesten Erkenntnissen, jedoch unter Ausschluß jeglicher Haftung

Referenzobjekte:
Kurhaus Bad Homburg


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