Vitex - Leban
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Namen und Verbreitung:
Leban ist der internationale Leitname für die Holzart Vitex cofassus. Eingebürgert hat sich in Deutschland der Gattungsname "Vitex" als Handelsname. Vitex (Vitex cofassus) gehört zur Familie der Verbenaceen, einer Familie, zu der auch das echte Teakholz (Tectona grandis) gehört. Leban bzw. Vitex ist hauptsächlich auf den Salomonen verbreitet.
Holzbild:
Kernholz beige bis hellbraun, gelegentlich olivefarben oder gräulichbraun. Splint blaß gelb mit undeutlichem Übergang zum Kernholz. Poren mittel bis fein, stark verthyllt und zerstreut; im Spätholz an Dichte und Größe stark abnehmend und nur noch mittelgroß. Poren enthalten gelbliche Inhaltsstoffe. Fasern meist verschlungen, vereinzelt Wechseldrehwuchs vorkommend. Mildes, ruhiges Holzbild. Schlicht, mäßig dekorativ.
Eigenschaften:
Dichte bei u=12% beträgt ca. 0,80 t/m³. Das Schwindmaß vom frischen Zustand auf u=12% wird mit 4,1% tangential und 1,8% radial angegeben. Die Trocknung sollte langsam erfolgen, eine lange Lufttrocknung ist der technischen Trocknung vorzuschalten. Im frischen Zustand sowie bei Bearbeitung angenehm nach Nuß riechend. Vitex ist maßhaltig und zeigt ein auffallend gutes Stehvermögen. Die Bearbeitung ist vergleichbar mit Eiche. Es lassen sich glatte Oberflächen mit einem ansprechenden Glanz erzeugen.
Die Brinellhärte liegt bei ca. 35, vergleichbar Eiche, der E-Modul bei 13.600 N/mm2.
Vitex wird in die Dauerhaftigkeitsklasse 2 eingestuft, für den Außenbereich gut geeignet.
Verarbeitungshinweis:
Bei Benetzung mit Wasser scheidet frisch gehobeltes Holz gelbliche Inhaltsstoffe aus (zu beachten beim Einsatz im Außenbau). Wird dies nicht toleriert, muß Vitex mit Wasser abgebürstet und geölt werden. Nach Auswaschung der Inhaltsstoffe ist das Holz leicht aufgehellt und frei von Absonderungen.
Verwendung:
Vielfältig einsetzbar im Außenbereich für Terrassen & Balkone, wo es auf ein helles, astfreies Holz wert gelegt wird mit hoher Form- und Witterungsbeständigkeit, ferner Fassaden, Handläufe, Sichtschutzelemente
Ersetzt:
Teak, Eiche, Bilinga, etc.
Referenzen:
EDDOWES 1985: Commercial Timbers of Papua New Guinea
SCHWAB, E. 1993: Orientierende Prüfung einiger Holzarten aus PNG, BFH-Hamburg, unveröffentlicht.
Referenzobjekte:
Innovationszentrum Adlerhof, Berlin
Privathaus Frankfurt
Degussa Trostberg/ Bayern
Lebenshilfe e.V., Frankfurt-Sachsenhausen
Laufsteg des Golfclubs in Bad Vilbel-Dortelweil
Terrassendeck Bad Soden
Lebenshilfe Ffm Bergen-Enkheim
Hinweis: nach neuesten Erkenntnissen, jedoch unter Ausschluß jeglicher Haftung

