Kokospalme

Kokospalme

Kokospalme

Kokospalmholz (Red Palmira)

Kokospalme
Kokospalme

Black Palmira,
Füllfederhalter Model Ambition
Hersteller: Graf Faber-Castell

Kokospalme

Black Palmira, Model Ambition
Bleistifthalter

Hersteller: Graf Faber-Castell

 
Namen und Verbreitung:

Die Kokospalme, auch Red Palmira genannt (bot. Cocus nucifera) stammt aus dem pazifischen Raum. Wegen ihrer Frucht und nutzbaren Nußschalenfaser wird die Palme inzwischen in weiten Teilen der Tropen angebaut. Das Holz ist ein Nebenprodukt der Plantagenwirtschaft. Die Palmen werden periodisch im Turnus von 60 Jahren durch junge, ertragsstarke Sorten ersetzt.

Als Black Palmira wird das Holz einer anderen Palme aus Indien genannt.


Holzbild:

Das Holz der Kokospalme unterscheidet sich von Hölzern unserer Laub- und Nadelbäume (Dikotyledonen) dadurch, daß es von Leitbündeln durchzogen ist, die die Funktion von Xylem und Phloem übernehmen (die Leitbündel sind als schwarze Punkte im Hirnschnitt sichtbar). Die Dichte der Leitbündel im Holzgewebe bestimmt die Holzeigenschaften. Während im Kernbereich des Palmstamms die Dichte bei einer Holzfeuchte von 12% unter 0,40 g/cm3 liegt, kann sie im peripheren Bereich 0,80 und mehr g/cm3 erreichen. Die Farbe des Holz korreliert mit seiner Dichte. Die Farben variieren von hellbraun bis dunkelrotbraun.


Eigenschaften:

Kokospalmholz läßt sich nur mäßig gut bearbeiten und ist stark werkzeugstumpfend. Ein hoher Dichteunterschied zwischen den Leitbündeln und dem Grundgewebe und ein gewisser Silikatanteil führen zu einer Verkürzung der Werkzeugstandzeiten. Eine gute Bearbeitungsqualität läßt sich nur durch stellitierte bzw. hartmetallbestückte Werkzeuge erreichen. Die Aufnahme von Lacken, Lasuren und Ölen ist unproblematisch. Ebenso werden Beizen gut aufgenommen. Die Leimbarkeit ist gut bei Verwendung handelsüblicher PVAC-Leime (Weißleime). Da Kokospalmholz höherer Dichte zur Rißbildung neigt, wird beim Einsatz von Schrauben ein Vorbohren empfohlen.


Verwendung:

Konstruktionsholz für den Innenausbau, Parkett und Möbel.


Ersetzt:

Wengé, Panga-Panga, Sucupira


Referenzen:

SCHULTE, FRÖHWALD und PEEK 1990: Nutzung von Palmenholz
KILLMANN, 1988: How to process coconut palm wood.
FAO, 1985: Coconut timber - processing and use.


Referenzobjekte:

Tisch aus Palmholz und Beton


Hinweis: nach neuesten Erkenntnissen, jedoch unter Ausschluß jeglicher Haftung