Erle, europäisch

Erle, europäisch Erle, europäisch  
 Roterle  Roterle in der Optik Schiffsboden  
Namen und Verbreitung:

Von den europäischen Erlen liefert allein die Schwarz- oder Roterle, botanisch (Alnus glutinosa) wirtschaftlich verwertbare Hölzer. Die Weiß- oder Grauerle wächst nur selten in nutzholztaugliche Dimensionen herein. Verbreitet sind die Erlen über ganz Mittel- und Osteuropa bis zum Ural und dem Kaukasus. Erlen sind mäßig gut verfügbar.


Holzbild:

Splint- und Kernholz farblich nicht unterschieden; Holz rötlich-weiß, rötlich-gelb bis hellrötlich-braun, am Licht in ein eher einheitliches rotbraun nachdunkelnd. Feinporig, von feiner Textur, oft parallelfaserig, aber auch drehwüchsige und geriegelte Wuchsbilder möglich, insgesamt schlicht, wenig dekorativ.


Eigenschaften:

Dichte bei u=12% beträgt ca. 0,55 t/m³. Das Schwindmaß vom frischen Zustand auf u=12% wird mit 6,2% tangential und 3,8% radial angegeben. Die Trocknung ist problemlos durchzuführen. Leicht und sauber zu bearbeiten, gleichmäßig glatte Oberflächen ergebend, vorzüglich zu polieren und zu beizen.
Die Brinellhärte wird mit 16-17 angegeben, der E-Modul mit ca. 9.600 N/mm2. Erle ist nicht witterungsfest.


Verwendung:

Möbelholz, Leisten, Drechslerholz, Musikinstrumente


Referenzen:

GOTTWALD 1970: Holzbestimmung der wichtigsten Handelshölzer
ARGE Holz 1998: Einheimische Nutzhölzer und ihre Verwendung


Hinweis: nach neuesten Erkenntnissen, jedoch unter Ausschluß jeglicher Haftung